Heimatkundliche Veranstaltung 2017

Aktualisiert: 7. Mai 2019

Am 29. April 2017 führte der Freundeskreis der Burg Sponheim seine diesjährige heimatkundliche Veranstaltung durch – einen Ausflug nach Meisenheim am Glan. Um 14:15 brach die diesmal kleine Gruppe von 10 interessierten Mitgliedern in Privatautos auf (Fahrgemeinschaften). Schon die Fahrt über Landstraßen durch die abwechslungsreiche Frühlingslandschaft machte Freude und neugierig aufs Ziel. Vor der Schlosskirche in Meisenheim erwartete uns um 15:00 Uhr Frau Lautenschläger als Stadtführerin. Ihrer sachkundigen und lebendigen Führung merkte man an, dass sie diese Aufgabe mit Herz und Begeisterung wahrnimmt.


Meisenheim ist eine fränkische Gründung aus dem 7. Jahrhundert. In der 1504 eingeweihten spätgotischen Kirche (mit einer 250 Jahre alten Stumm-Orgel und barocker Inneneinrichtung) sind unter anderem 44 Grabmäler des Hauses Pfalz-Zweibrücken und ein bemerkenswertes gotisches Rippengewölbe zu sehen. Die Grafen von Veldenz machten Meisenheim zu ihrem Hauptsitz, Graf Georg I. holte 1321 die Johanniter nach Meisenheim, sie übernahmen die Seelsorge in der Schlosskirche – das Johanniter-Kreuz ist nicht nur am Turm präsent. Weil die Johanniter evangelisch wurden, kam die Reformation recht früh nach Meisenheim, der erste evangelische Gottesdienst in der Schlosskirche fand 1526 statt.

Trotz wechselhafter Geschichte und unterschiedlicher Herrschaftsverhältnisse wurde Meisenheim nie zerstört und zeigt deshalb im Stadtbild die Entwicklung seit dem 14. Jahrhundert. Bei der Führung ging es auch über ein Stück der alten, stellenweise gut erhaltenen Stadtmauer und zum Untertor (noch erhaltenes Stadttor). Auch über das Rathaus von 1517 und viele der alten Bauten wusste Frau Lautenschläger anregend zu erzählen und konnte alle Fragen beantworten.


Sie hätte noch mehr berichten können, aber nach zwei Stunden sachkundiger Führung waren die Köpfe voll und die Kehlen durstig. Bevor es zurück nach Burgsponheim ging, fand der Ausflug in einem idyllischen Biergarten an der Stadtmauer seinen geselligen Ausklang. Eine schöne heimatkundliche Veranstaltung war das – und noch dazu bei blauem Himmel und Sonnenschein. Wer noch nicht in Meisenheim war: es lohnt sich, hinzufahren.


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